SPATENSTICH 29.10.2015

BAUSTART AM BUSINESSHAUS 2

Das zweite Businesshaus im Stauferpark gilt den Machern als Beleg dafür, dass der Stauferpark als Vorzeigeadresse taugt. Am Donnerstag war Baustart.

Spatenstich

Bild: Gruppe für Gestaltung Stefan Ruther.
Von rechts nach links: Oberbürgermeister Guido Till, Martin Maier (Business-Park GmbH), Eckhard Weichel (Architekturbüro von Bock), Horst Trittler (Firma Hebel Bau), Rudolf Hollnaicher (Business-Park GmbH), Christine Kumpf (Wirtschaftsförderung Göppingen) und Walter Dörflinger (Firma Hebel Bau). 

 

Graue Wolken überm Stauferpark, trübes Nieselwetter. Doch neben dem Businesshaus gegenüber vom Messeplatz herrschte am Donnerstag alles andere als Tristesse. Die Stimmung unter den etwa 50 Gästen beim Spatenstich war prächtig. In den kommenden 12 Monaten wird der „kleine Bruder“ des Businesshauses gebaut. Der „b2“ genannte neu Bürokomplex wird 5,2 Millionen Euro kosten. Dass es so weit kam, gilt als Erfolgsgeschichte.

Gut 20 Jahre nachdem die Stadt das ehemalige Kasernengelände übernommen hat, ist im Stauferpark „die einstige Vision vom Silicon Valley unterm Hohenstaufen nun doch noch ein Stück weit Wirklichkeit geworden“, sagte Martin Maier, Geschäftsführer der städtischen Business-Park Göppingen GmbH, dem Bauherrn des Bürohauses. Es haben sich neuerdings viele Firmen aus der Computer und IT-Branche auf dem ehemaligen Kasernengelände angesiedelt. Die Grundstücke sind so gut wie alle vermarktet. Jüngste Erfolgsmeldung: Die Hightec-Firma CMO-Sys vergrößert ihren Standort und baut neben dem Businesshaus 2 ebenfalls 3800 Quadratmeter, vermeldete Maier.

Zunächst wird jedoch das „b2“ errichtet. Das viergeschossige Gebäude mit verglastem Treppenhaus und Garage bietet 3300 Quadratmeter Bruttofläche. Dank der flexiblen Bauanlage lassen sich Einheiten von 90 bis 530 Quadratmeter herstellen – wer will, kann seine Büroflächen auch kaufen. Es gebe schon einige Interessenten, verriet Maier.

Dabei waren anfangs weder der Stauferpark insgesamt, noch das 2003 gebaute Businesshaus I richtig aus den Startlöchern gekommen. Da nützte auch der vielgelobte Masterplan nichts, der die Vision von Wohnen, Leben und Arbeiten verknüpfte. Die Grundstücke im damals eher unansehnlichen Konversionsgebiet wurden wie Sauerbier angepriesen. Auch das Businesshaus erfüllte zunächst seine Funktion als Zündgeber nicht: Auch hier standen viele Büros über Jahre leer. Erst als die Konjunktur merklich anzog und die Vermarkter wechselten, kam viel Leben ins Gebiet.

Oberbürgermeister Guido Till betonte am Donnerstag, dass der Stauferpark gegenüber seinem Amtsantritt nicht wiederzuerkennen sei. „Wenn man ein großes Gewerbegebiet entwickeln will, muss man sich Zeit lassen, sagte Till und erinnerte daran, dass seit 2007 auch die Firma Kleemann hier beheimatet ist. Damals habe man zwar in dem Gebiet „die Planung auf den Kopf stellen müssen“. Mittlerweile sei Kleemann jedoch auf 500 Mitarbeiter angewachsen. „Bis 2020 wird sich das noch verdoppeln“, sagte Till.

Weiterer Platz ist im übrigen auch noch hinter dem „b2“. Im Masterplan sind weitere zwei Businesshäuser vorgesehen.

ARND WOLETZ | 29.10.2015